Deutsch als Fremd- und Nachbarsprache in der schulischen Praxis und Ausbildung von Deutschlehrkräften

Karen Margrethe Aarøe (UC Syd, Haderslev)

Deutsch wird in Dänemark landesweit ab der 5. Klasse als zweite Fremdsprache unterrichtet. Im Grenzgebiet wird Deutsch teilweise sogar bereits mit der Einschulung und der dritten Klasse eingeführt und als Nachbarsprache betrachtet. Dennoch hat es das Fach Deutsch in Dänemark nicht ganz leicht. Immer weniger Lehrkräfte lassen sich im Fach ausbilden, das gilt für den Bereich der dänischen folkeskole ebenso wie auf gymnasialem Niveau.

In diesem Vortrag geht es um die Ausbildung der Deutschlehrkräfte in Dänemark, insbesondere um den Status und die Ausrichtung des Faches Deutsch und der Deutschdidaktik, wo die interkulturelle kommunikative Kompetenz als Ziel sowie Mehrsprachigkeit als Ressource und Dimension beim Spracherwerb eine immer größere Rolle spielen. Durch den Einsatz von Scaffolding-Techniken wie z. B. Chunks wird den Schülerinnen und Schülern ein sprachliches Gerüst vermittelt, das ihre funktionellen Sprachkompetenzen aufzubauen hilft. Auch die praktische Umsetzung im Schulalltag wird thematisiert.

Wie werden authentische Sprachbegegnungen durch z. B. Treffen mit Muttersprachlern, u. a. in Partnerklassenprojekten, die Schülerinnen und Schülern einen direkten Zugang zur Nachbarsprache bieten, in die Ausbildung einbezogen? Zusätzlich zu einer Begegnung können auch z. B. kulturelle Erlebnisse und Workshops zu einem authentischen und wertvollen Spracherlebnis führen.
Sprache ist der Schlüssel zu bereichernden und erfolgreichen Begegnungen und Mehrsprachigkeit gibt Schülerinnen und Schülern schon vor dem Start ins Erwachsenenleben Vorteile und Perspektiven.